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Hauptbereich

Kommunale Wärmeplanung

Erstelldatum09.07.2026

Schlagworte: Wärmeplanung, Konvoiverfahren

  • Schlagworte: Wärmeplanung, Konvoiverfahren
  • Förderung: Ausgleichszahlung durch den Freistaat Bayern
  • Handlungsfeld: Energie und Wirtschaft

Projektbeschreibung:

Wie kann die Wärmeversorgung unserer Gemeinden langfristig zuverlässig, bezahlbar und zukunftsfähig gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich die fünf WESPE-Gemeinden im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung.

Die Kommunale Wärmeplanung ist ein gesetzlich vorgesehenes strategisches Planungsinstrument. Sie untersucht die heutige Wärmeversorgung, analysiert vorhandene Potenziale und zeigt mögliche Entwicklungen für die kommenden Jahre auf. Sie trifft noch keine Entscheidungen über konkrete Maßnahmen oder einzelne Heizsysteme, sondern dient als Orientierung für die langfristige Planung.

Die Kommunale Allianz WEstSPEssart bearbeitet diese Aufgabe gemeinsam im sogenannten Konvoiverfahren. Das bedeutet: Die Gemeinden arbeiten eng zusammen, tauschen Erfahrungen aus und nutzen gemeinsame Grundlagen. So können Zeit und Kosten eingespart werden. Gleichzeitig erhält jede Gemeinde einen eigenen Wärmeplan, der die örtlichen Gegebenheiten und Besonderheiten berücksichtigt.

Was bedeutet die Kommunale Wärmeplanung für Bürgerinnen und Bürger?

Die Kommunale Wärmeplanung schafft zunächst einen Überblick über die heutige Wärmeversorgung und zeigt auf, welche Möglichkeiten für die Zukunft grundsätzlich bestehen könnten. Sie ist eine wichtige Grundlage für die langfristige Planung der Gemeinden.

Für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ergeben sich daraus zunächst keine unmittelbaren Verpflichtungen oder Änderungen. Die Wärmeplanung ersetzt keine individuelle Energieberatung und enthält keine Vorgaben für einzelne Gebäude.

Was ist eine Kommunale Wärmeplanung?

Die Kommunale Wärmeplanung betrachtet die Wärmeversorgung einer Gemeinde als Ganzes. Dazu werden unter anderem

  • die heutige Wärmeversorgung erfasst,
  • der Wärmebedarf verschiedener Bereiche untersucht,
  • vorhandene Energiequellen und Potenziale vor Ort analysiert,
  • mögliche Entwicklungen für die kommenden Jahre betrachtet.

Am Ende entsteht ein strategischer Wärmeplan. Er dient den Gemeinden als Orientierung für zukünftige Entscheidungen, ersetzt jedoch keine Detailplanung einzelner Projekte.

Die Wärmeplanung erfolgt im vereinfachten Verfahren nach dem bayerischen Musterleistungsverzeichnis. Mit der fachlichen Ausarbeitung wurde das Institut für Energietechnik beauftragt.

Was leistet die Kommunale Wärmeplanung - und was nicht?

Die Kommunale Wärmeplanung

✔ schafft Transparenz über die heutige Wärmeversorgung und mögliche Entwicklungen,

✔ zeigt Potenziale und verschiedene Handlungsoptionen auf,

✔ dient als Entscheidungs- und Orientierungshilfe für Kommunen, Politik und Öffentlichkeit,

✔ bildet eine fachliche Grundlage für zukünftige Planungen.

Die Kommunale Wärmeplanung ist jedoch keine Detailplanung.

✘ Es werden keine individuellen Empfehlungen für einzelne Gebäude oder Grundstücke erstellt.

✘ Es erfolgt keine Beratung zur Wahl einer bestimmten Heizung.

✘ Es werden keine Verpflichtungen für Bürgerinnen und Bürger festgelegt.

✘ Aus der Wärmeplanung ergibt sich kein Anspruch auf einen Anschluss an ein Wärmenetz.

Warum wird die Kommunale Wärmeplanung erstellt?

Die Wärmeversorgung wird sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Gleichzeitig unterscheiden sich die Voraussetzungen von Gemeinde zu Gemeinde erheblich.

Mit der Kommunalen Wärmeplanung erhalten die WESPE-Gemeinden eine fundierte Datengrundlage, um mögliche Entwicklungen zu bewerten und zukünftige Entscheidungen sachgerecht vorzubereiten. Dadurch können Planungen besser auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich meine Heizung jetzt austauschen?

Nein. Die Kommunale Wärmeplanung führt nicht zu einer Verpflichtung, die eigene Heizung auszutauschen.

Entscheidet die Wärmeplanung, welche Heizung ich künftig nutzen muss?

Nein. Die Wärmeplanung trifft keine Entscheidungen für einzelne Gebäude und gibt keine individuellen Empfehlungen. Welche Heizlösung für ein Gebäude sinnvoll und zulässig ist, richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben und den jeweiligen Gegebenheiten des Gebäudes.

Bekomme ich automatisch einen Wärmenetzanschluss?

Nein. Die Wärmeplanung prüft lediglich, wo Wärmenetze grundsätzlich sinnvoll sein könnten. Ob tatsächlich ein Wärmenetz geplant oder gebaut wird, ist Gegenstand späterer Entscheidungen.

Kann ich aus der Wärmeplanung ableiten, welche Heizung ich jetzt einbauen soll?

Nein. Die Kommunale Wärmeplanung ersetzt keine Energieberatung. Wer eine Entscheidung für sein Gebäude treffen möchte, sollte sich individuell beraten lassen. Dafür kann beispielsweise die kostenfreie, anbieterunanhängige Energieberatung im WEstSPEssart in Anspruch genommen werden.

Legt die Kommunale Wärmeplanung fest, welche Heizungen künftig erlaubt sind?

Nein. Die Kommunale Wärmeplanung trifft keine Vorgaben dazu, welche Heizungsanlage in einem Gebäude eingebaut oder betrieben werden darf.

Welche gesetzlichen Anforderungen für Heizungen gelten, wird bundesweit durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) geregelt. Die Kommunale Wärmeplanung ersetzt diese Regelungen nicht und führt auch keine eigenen Vorgaben ein.

Warum wird die Kommunale Wärmeplanung überhaupt erstellt?

Die Wärmeplanung hilft den Gemeinden, die bestehende Wärmeversorgung besser zu verstehen und mögliche Entwicklungen für die Zukunft aufzuzeigen. Sie dient als Grundlage für langfristige Planungen und spätere Entscheidungen.

Muss die Gemeinde nach der Kommunalen Wärmeplanung ein Wärmenetz bauen oder betreiben?

Nein. Die Kommunale Wärmeplanung untersucht unter anderem, wo ein Wärmenetz grundsätzlich sinnvoll sein könnte. Daraus ergibt sich jedoch keine Verpflichtung für die Gemeinde, ein Wärmenetz zu planen, zu bauen oder selbst zu betreiben.

Ob und in welcher Form konkrete Projekte umgesetzt werden, wird – falls überhaupt – erst in späteren Schritten geprüft und entschieden.

Kann ich mich als Bürgerin oder Bürger in die Kommunale Wärmeplanung einbringen?

Ja. Hinweise und Anregungen aus der Bürgerschaft sind willkommen und können dazu beitragen, die örtlichen Gegebenheiten besser zu berücksichtigen. Wenn Sie Informationen oder Ideen zur Wärmeversorgung in Ihrer Gemeinde einbringen möchten, können Sie sich an die zuständige Ansprechperson Ihrer Gemeinde wenden. Die entsprechenden Emailadressen öffnen sich beim Klick auf den Ortsnamen: Bessenbach, Haibach, Laufach, Sailauf, Waldaschaff

Weitere Informationen

Informationen zum Stand der Kommunalen Wärmeplanung in den einzelnen WESPE-Gemeinden finden Sie auf den jeweiligen Gemeindeseiten des Instituts für Energietechnik:

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